Familiengeschichte
Nach dem Eintrag von Heinrich Kindermann im Kataster von 1550, ist die nächste Aufzeichnung erst wieder im „ältesten kirchlichem Totenregister“ zu finden, wonach Johann Kindermann am 30.08.1681 verstarb. Von Heute zurück bis in die damalige Zeit des 16. Jh. lässt sich die Blutlinie der Kindermanns lückenlos verfolgen. Der Hof konnte nach Tradition und Sitte nur von eigenem Sohn oder Tochter geerbt werden. Die anderen Geschwister heirateten bei anderen Höfen ein, oder wohnten als „Heuerlinge“ ( neue soziale Schicht im Mittelalter) zum Arbeiten entweder weiter auf dem elterlichen Hof oder in einem Kotten eines anderen Hofbesitzers.
Die Hof- bzw. Herdbesitzer sicherten sich durch Abtreten einer kleinen Heuerstelle, die aus Haus, Garten und etwas Ackerland bestand, bodenständige Arbeiter. Durch Mitarbeit auf dem Hof des Bauern verdiente sich der Heuerling seine Heuer (Pacht), zusätzlich Korn und Heu. Nur so konnte er seinen Namen „Kindermann“ behalten. Bis in die heutige Zeit steht dem Hof ein Erbe der Kindermann-Linie vor, Wilhelm Kindermann.
Dieser vermachte jedoch den Kindermann -Hof, da er unverheiratet blieb, als Erbe bereits dem schon lange auf dem Hof tätigen Sohn seiner ebenfalls dort lebenden Schwester Emma, Hermann Schulze.Und so kam es erstmalig in der Geschichte des Hofes, gegen alle Tradition zu einem Namenswechsel: aus dem jeher bekannten Kindermann-Hof wurde „Schulzes Hof“. Mittlerweile trägt er seit nunmehr zwei Generationen diesen Namen.
Heute nun halten wir, Thomas und Bärbel Schulze, den altehrwürdigen Hof aufrecht, bewirtschaften und bewahren ihn liebevoll. Das besondere ursprüngliche Flair vergangener Zeiten des Hofes, der Reiz des einfach guten Feierns, wie die Feste fallen, auf unserer Deele, sind vielleicht einige Gründe, warum sich die Leute immer wieder gerne und mit einem Lächeln an eine Feier bei uns zurück erinnern!