Schulzes Hof ... damals
Vor gar nicht allzu langer Zeit sah das Gesicht des Hofes noch etwas anders aus. Vieles ging einen Zacken langsamer als heute, und die Arbeit von Hand ohne große Maschinerie vollzog sich anstrengend in stetigem Rhythmus. Dazu in scheinbarem Gegensatz wurden jedoch größere Flächen und Felder bewirtschaftet sowie unzähliges Vieh gehalten, von Pferden, Kühen über Hunde, Katzen bis zu Hühnern und Gänsen. Das Treiben auf dem Hof war im Allgemeinen bunter und etwas turbulenter.
Aber lesen Sie mehr unter „Historie“. Begeben Sie sich auf eine kleine Zeitreise, zu längst vergangenen und zum Teil vergessenen Lebens- und Arbeitsumständen.
Ein typischer Tag...
4:30 Uhr
Früh morgens ist die Nacht zu Ende.
5:30 Uhr
Tiere (Kühe, Kälber, Schweine, Pferde) füttern und Kühe melken (Werke machen)
10:30 Uhr
Das 1. Frühstück: Haferflockensuppe und Kaffee. Dann werden die Kinder versorgt und das Essen vorbereitet. Die Männer haben im Frühjahr die Felder vorbereitet und im Winter das Futter für´s Vieh zubereitet.
12:00 Uhr
Mittagessen. Bis 13:30 Uhr war Mittagsruhe (Mittagsstunde)
13:30 Uhr
Die Männer verrichteten die Feldarbeit mit den Pferden. Im Winter wurde per Pferdegespann Feuer- und Nutzholz aus dem Wald geholt. Die Frauen erledigten im Sommer die Gartenarbeit, und im Winter die Arbeiten, die während des Sommers liegen geblieben sind, z.B. Flickarbeiten.
15:30 Uhr
Kaffee-Zeit. Im Sommer wurde diese auf dem Felde gemacht. Danach wurde im Sommer weiter der Feldarbeit nachgegangen oder der Waldarbeit. Im Winter wurde das Futter für die Tiere vorbereitet: Rüben (Runkeln) aus der Miete und Silage holen, Schrot mahlen, Futter mischen, sowie Mistfahren. Die Frauen kümmerten sich um Haushalt, Kinder und halfen an Schlachttagen beim Wursten.